5000 Euro investiert „Kölner Pferdepapst“ rettet Zuchtpferde vor der Schlachtbank
Köln/Kerpen –
Pferde sind sein Leben! Horst-Dieter Beyer (84) ist ein Vollblutzüchter. Mit 84 Jahren betreibt er noch sein Reitsportgeschäft in Nippes. Und er war zur Stelle, als es darum ging, sieben Zucht- und Rennpferde vor dem Schlachter zu retten. Beyer hat sein ganzes Tun den edlen Vierbeinern verschrieben. Seit über 60 Jahren hat er selbst Zucht- und Renntiere, betreibt seit 1971 in Nippes das Geschäft für alles rund um den Reitsport. Kein Wunder, dass er in der Szene nur der „Pferdepapst von Köln“ genannt wird. Er schildert das Pferde-Drama: „Ich bekam einen Anruf von meinem Freund Theo Hodinius, der den «Hof Valentin» betreibt. Er sagte mir, dass Ende Januar der Pferdezüchter Erhard gestorben ist und seine Brüder die Tiere loswerden wollen. Wohl, weil die monatlichen Kosten zu hoch wären.“
Kein Wunder, denn pro Pferd kann man mit rund 400 Euro, in einem Rennstall sogar bis zu 1000 Euro an monatlichen Unterbringungskosten rechnen. Also setzten die Angehörigen des Verstorbenen eine Anzeige ins Internet und boten die Zucht- und Rennpferde zum Kauf an. „Doch das einzig seriöse Angebot kam von einem Pferdemetzger, der 5000 Euro für alle sieben Tiere zahlen wollte. Das konnte ich nicht zulassen“, so Beyer.
Also fuhr Horst-Dieter Beyer sofort in Nippes los und erreichte das Zuchtgestüt in Kerpen, 30 Minuten bevor der Metzger kommen wollte. „Ich legte die 5000 Euro auf den Tisch und kaufte die Tiere quasi in letzter Minute“, berichtet er. Hodinius ergänzt: „Darüber sind wir unheimlich froh. Es sind fitte und tolle Tiere, aus denen noch richtige Sprinter werden können!“ Nun besitzt Beyer drei Jährlinge (ein Jahr alte Stuten) und vier ausgewachsene Stuten. Zwei von ihnen sind tragend und werden vermutlich im April gebären. „Ich habe sie derzeit bei Theo untergebracht. Er weiß, wie man mit Vollblütern umgeht und was sie brauchen. Nun suche ich ein liebevolles Zuhause für die Tiere“, erklärt Beyer Er möchte die Pferde gern kostengünstig verkaufen. Dabei geht es ihm weniger ums Geld, als vielmehr darum, dass die Sportpferde es gut haben. „Aber Vorsicht! Das sind keine Reitpferde. Diese Tiere sind nur für die Zucht und den Rennsport geeignet. Das sollten Interessenten wissen.“ – Quelle: http://www.express.de/25734634 ©2017

zurück zu den News